Vielen Wirtschaftsinteressierten ist der konservative Investor und PayPal-Mitbegründer Peter Thiel ein Begriff. Der aktuelle Bloomberg Businessweek Artikel geht näher auf das Firmen-Netzwerk von Peter Thiel sowie Palantir und sein Geschäftsmodell ein. Hier ein paar spannende Details aus diesem lesenswerten Beitrag:

Die Palantir Software, eigentlich assoziiert mit der CIA und dem US Militär, zur Daten- & Netzwerk-Analyse schafft es auf Grund des Betreuungsaufwandes und damit verbundenen Kosten nicht wirklich sich bei den großen Firmen zu etablieren. Bei Palantir liegt der Fokus auf Projekt-Beratung und nicht dem Lizenz-Verkauf. So können plötzlich an die 100 Berater (ca. USD 3.000,- pro Personentag) bei einem Kunden vor Ort tätig werden. Für den Coca-Cola Konzern waren Beratungskosten von USD 18 Mio. einfach zu viel.

Bloomberg beschreibt dies nun an Hand der Bank JPMorgan & Chase: Die Interne Revisions-Gruppe "Insider Threat Group" hatte mit Palantir Zugriff auf ALLE Datenbanken/-quellen bei der Bank erhalten und startete im Alleingang ein Data-Mining gegen alle Mitarbeiter. Am Ende beendete das Management die Zusammenarbeit, weil mittlerweile auch das Führungsteam der Bank überwacht wurde und Mitarbeiter schon intern Falschinformationen wegen der dauernden Bespitzelung streuen mussten. Zu spät wegen der Kinder oder im Stau? Palantir's Software wertete ein regelmäßiges Zuspätkommen jedoch als Widerstand gegen die Bank aus.

Datenanalyse großer Datenmengen ist nicht immer alles. Auch der Umgang damit, Compliance und Datenschutz, sowie das Verständnis wann etwas ein Betrug oder einfach nur ein Missverständnis ist, sind wesentliche Punkte bei der Beratung zu Forensics / Interne Revision.